In einer Gruppe leben 

Stehe ich unter meinesgleichen

oder mehr mit anderen zusammen?

In einer Gruppe oder in

einem größeren Kontext?

Immer findet auch

Kommunikation statt

auf unterschiedliche Weise.

Die Herausforderung beläuft sich

zwischen Unterstützung und Konkurrenz.

Auf jeden Fall:

Wenn einer fällt,

entsteht eine Lücke. 

Zusammenstehen

Als Gruppe wie in einem Biotop gemeinsam gewachsen sein, 

zusammen halten, 
dadurch stark sein. 

 

Besser überleben können 

als jede/r allein. 

Gemeinsam zu einem wesentlichen Bestandteil 

der Gesellschaft werden. 

 

Mit einem Partner 

Nicht allein, 

sondern mit einen Gegenüber 

auf Augenhöhe. 

 

Eine Ergänzung und 

einen Spiegel finden im Du. 

Im Du mich selber besser 

Verstehen. 

 

Immer auch im Wissen, 

wo die Grenze dazwischen ist. 

Am Ufer stehen

 

Genug zum Leben haben. 

Üppiges Wachstum, sichtbare Früchte, 

Gesundheit und Freude. 

Teilhabe am Fließen, 

Anschluss an den Strom, der nicht versiegt. 

Ein altes jüdisches Bild, 

für alle, die sich nach Gott ausrichten. 

Wir wünschen uns 

das gegenseitig. 

An einen exponierten Punkt gestellt 

Gerecht ist das Leben nicht.

Manchmal stehe ich allein

mit dem Rücken zur Wand,

in Verantwortung oder 

einer schweren Situation,

sei es als Künstlerin

oder Überlebenskünstlerin.

Keiner hat gefragt,

ob ich das wollte oder nicht.

Auch an diesem unwirtlichen Ort

gibt es Bodenhaftung und Nahrung.

Ich lerne Vorhandenes auszuschöpfen.

Es gibt tatsächlich einen Handlungsspielraum,

auch wenn er noch so klein ist.

So mache ich weiter.

Ich muss mich nicht vergleichen mit denen,

die an einem anderen Ort stehen.

Auch sie haben ihr Päckchen zu tragen.

Vom Sturm geprägt

Gegenwind, eigentlich Dauerzustand. 

Ich bin dem Wetter schutzlos ausgeliefert. 

Das prägt. 

Die Senkrechte kann ich nicht halten. 

Ich spüre die Bedürftigkeit meiner Rückseite. 

Die eher leise Stimme im Wind sagt: 

"Hör einfach mal auf zu kämpfen. 

Du wirst sehen, was dann passiert."

So entwickelte ich meine ureigene, 

bizarre Form. 

An der Grenze

Es gibt natürliche Grenzen, 

da geht es einfach nicht höher. 

Die Luft wird dünn. 

Das Wachstum ist begrenzt. 

Schneller, höher, weiter, 

das entpuppt sich als Irrtum. 

Was viele so meinen, 

muss nicht immer wahr sein. 


Dann stellt sich unter Umständen 

die Notwendigkeit umzukehren. 

Wie komme ich wieder herunter vom Berg, 

von der übertriebenen Selbstüberschätzung? 

 

Mit der Umgebung verschmelzen 

Bodenständigkeit bedeutet, 

ich bin gern da, 

habe einen Platz und 

eine Heimat. 

Eine Zugehörigkeit. 

 

Auch wenn manches weg bricht, 

bin ich doch nicht weg zu denken. 

Das große Ganze 

Ich schließe die Augen, 

öffne die Sinne. 

Ich höre den Klangteppich, 

Insekten und Vögel, 

Blätterrascheln, 

Stimmen von Menschen. 

Ich merke innerlich auf. 

Manchmal bekomme ich eine Ahnung 

von einem größeren Ganzen. 

Und ich mitten drin. 

Ich schaue ins Weite. 

Mit dem inneren Auge sehe ich, 

wie alles miteinander verwoben ist. 

Das holt mich aus der Beliebigkeit, 

aus dem Egal-Sein. 

Es schafft Verbundenheit. 

Und irgendwie werde ich froh darüber.